Liebe Investoren/-innen,

wir alle sind zur Zeit angespannt. Wir versuchen gesund zu bleiben, meiden den Kontakt, gestalten den Alltag (im Homeoffice oder am Arbeitsplatz) so gut es geht. Trotz aller Hindernisse werden Perspektiven geschaffen, was alles nach der COVID-19 Pandemie passieren soll, da wir alle in eine positive Zukunft blicken wollen.


Wären da nur nicht die täglichen Medien, die uns ununterbrochen mit den neuesten Zahlen und Entwicklungen überfluten. Wir empfinden Panik und Angst und versuchen noch mehr Nachrichten zu schauen, um immer die neuesten Entwicklungen zu begutachten. Hinzu kommt, dass manche Anleger nicht, wie sonst einmal in der Woche ins Depot schauen, sondern nun täglich dreimal - und das mit viel Sorge. Dann gibt es noch Anleger, die Crash-Propheten wie Max Otte folgen und jetzt glauben, dass die Welt wirklich untergeht. 


Doch, nochmal zurück, geht die Welt jetzt unter oder ist sie dabei aktuell unter zu gehen? Ging die Welt zur Zeiten des Ebola-Viruses oder SARS-Viruses unter? Ging die Welt zur Zeiten der Schweinegrippe unter? Ging die Welt in der Finanzmarktkrise unter? Ich hoffe Sie können erkennen, wohin das führt, wenn ich an dieser Stelle weiter machen würde. 

Entwicklung des Dow Jones auf ein Jahr.
COVID-19 - Ist das Ende der Börsenrallye jetzt zu Ende?
Quelle: https://www.onvista.de/index/Dow-Jones-Index-324977#TopStocks

Die Antwort ist nein - wieder nicht. Lassen Sie uns gemeinsam das Event einordnen.


Verschiedene Quellen beschreiben, das was in den letzten Wochen an der Börse passiert ist als einen “Black Swan Effect” (Schwarzer Schwan). Dieser Begriff wurde 2007 von Nassim Nicolas Taleb in den Umlauf gebracht und beschreibt ein Ereignis, das nicht vorhersehbar war und die Beteiligten unerwartet trifft. Ein Beispiel dafür sind auch die Anschläge vom 11. September. Die Anzeichen des Events waren nicht erkennbar, aber es lässt sich im Nachhinein erklären. 


Diese Definition trifft gut auf die aktuelle Situation zu. Insbesondere Amerika, Italien und Spanien hat das Virus nicht nur unvorbereitet, sondern richtig kalt getroffen, da die Gesundheitsversorgung und die Wirtschaft auf wackligen Beinen stand. 


Zu Anfang gerieten nur die institutionellen Anleger in Panik, weil die Auswirkungen nicht gefasst werden konnten und sie verkauften. Dagegen blieben Privatanleger erstmal gelassen. Dann hat es nochmal richtig gekracht und wir sahen teilweise über 10 prozentige Kursverluste der wichtigsten Indizes DowJones, Nasdaq, S&P500 und Dax. Seit circa 10 Tagen haben wir uns gefasst und es zeichnet sich eine erste Stabilisierung ab. Doch jetzt sehen wir institutionelle Anleger, die sich wieder sukzessive in den Markt einkaufen aber wir sehen Privatanleger, die noch mehr Panik bekommen haben und verkaufen, um den Restwert zu schützen.


Wir sehen, dass China COVID-19 weitestgehend in den Griff bekommen hat. In Europa sehen wir erste Zeichen der Besserung, da die prozentuale Steigung sich verringert hat. Amerika steht noch am Anfang der Pandemie, sodass der Hochpunkt der Neuinfizierten in den kommenden Wochen erwartet wird.


Auch die Politik macht einen hervorragenden Job. Durch die Starke Inszenierung von COVID-19  im Vergleich zum zweiten Weltkrieg und durch die außerordentliche Ansprache der Kanzlerin in Deutschland und den worst-case Berechnungen zur Epidemie der US Regierung, haben die Gesellschaften den Ernst der Lage erkannt und sich schnell zurückgezogen. Zudem hat die Politik  - ganz im Sinne der “Allgemeine Theorie” nach Keynes von 1936 - Milliardenpakete geschnürt, um die Kaufkraft der Konsumenten zu stabilisieren. 


Die Politik war viel viel schneller als 2008 und das werden wir in unseren Depots auch demnächst merken.

Auch wenn es schwierig erscheint: Es wird eine gute Zeit nach der Krise geben. Im “big picture” wird unsere zukünftige Welt immer besser aussehen, als sie annehmen werden. Das qualitative Leben wird sich weiter verbessern. Urplötzlich denken wir jetzt mal wieder an die Fortschritte im Bereich künstlicher Intelligenz, Netzwerkausbau, Cybersecurity, autonomes Fahren, Streaming oder Biotechnologie.

Wir erleben gerade hautnah, dass das Kontaktverbot die Wichtigkeit der Digitalisierung unterstreicht und erfolgreiche Unternehmen, die Technologiekompetenzen aufgebaut haben von solchen, die meinen, dass die Digitalisierung nicht die höchste Priorität hat, trennt. 

Schauen wir uns hierzu die Unternehmen Visa Inc. an.

Chart Visa Inc. auf 5 Jahres Sicht
(Quelle: https://www.onvista.de/aktien/Visa-Aktie-US92826C8394)


Glauben Sie, dass das Unternehmen an Unternehmenswert verloren hat, weil das Unternehmen schlechter geworden ist? Nein, die Mitarbeiter haben trotz des Börseneinbruchs weiter gearbeitet und das Unternehmen vorangebracht. Zudem wird das Geschäftsmodell durch das kontaktlose bezahlen weiter vorangetrieben. Wer jetzt während der Krise damit anfängt, hört definitiv nicht wieder auf bargeldlos zu bezahlen, weil er sich an den Komfort gewöhnt hat.


Damit auch Sie jetzt aktiv in die Chance einkaufen können sollten Sie überlegen, welche Chancen ihr aktuelles Portfolio enthält und welche günstigen Kaufgelegenheiten es gibt. Gerne können wir das auch gemeinsam machen. Sprechen Sie mich an.

Es handelt sich bei den genannten Unternehmen nicht um Kaufempfehlungen.

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